Nach dem Medizinstudium: berufliche Möglichkeiten für Mediziner

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Das Medizinstudium geniesst weltweit große Anerkennung und Prestige. Doch nicht immer entscheiden sich Absolventen im Anschluss dafür, auch tatsächlich als Arzt oder Ärztin tätig zu sein. Und selbst wenn doch der klassische Berufsweg nach dem Medizinstudium eingeschlagen wird, gibt es verschiedene Optionen, sich zu spezialisieren.

Arbeit als Arzt / Ärztin

Die meisten Studierenden planen, nach dem Studium als Arzt zu arbeiten. Hierfür muss dann zusätzlich zur erfolgreichen eidgenössischen Prüfung der Humanmedizin im Anschluss ans Masterstudium noch eine Facharztweiterbildung erfolgen. Hier hat man die Möglichkeit, sich in einem Fachbereich wie beispielsweise der Allgemeinmedizin, Chirurgie oder der Neurologie zu spezialisieren. Danach gibt es dann drei grundlegende Optionen: 

  1. Arbeit als Arzt im Spital
  2. Arbeit in einer eigenen Praxis
  3. Arbeit in einer Gruppen- / Gemeinschaftspraxis

Spital

Im Spital gibt es eine klare Hierarchie - also auch gute Aufstiegschancen bei fixem Gehalt und Boni. Die ideale Lösung für alle, die sich nicht als Arzt “selbstständig machen” möchten, sondern gewisse Verantwortungen einem Arbeitgeber überlassen möchten.

Eigene Praxis

Die eigene Praxis ist ein Traum, den sich viele Mediziner erfüllen wollen - entweder als Hausarzt oder Facharzt für einen speziellen medizinischen Sektor. Die Selbstbestimmung ist recht groß, allerdings ist auch ein großes Investment notwendig, sei es für medizinische Geräte oder aber Personal.

Gemeinschaftspraxis

Eine Alternative zur eigenen Praxis wäre, sich einer bestehenden Praxis bzw. einem Gesundheitszentrum anschliessen und dort als Angestellte/r zu arbeiten. Diese Option stellt also eine Art Kompromiss zwischen eigener Praxis und der Tätigkeit in einem Spital dar. 

Vertrauensarzt (Versicherung oder Verwaltung)

Als Vertrauensarzt ist man bei einer Versicherung angestellt oder aber selbstständig für eine Gesellschaft im Einsatz. Zum Aufgabenspektrum gehört insbesondere die Beratung zu Fachfragen und Wirtschaftlichkeit diverser Leistungen der Versicherung sowie die Feststellung des Gesundheitszustands von Versicherten. Auch eine Anstellung innerhalb der Gesundheitsverwaltung (Gesundheitsämter) ist möglich. 

Amtsarzt

Sehr häufig arbeiten Amtsärzte nebenamtlich für die jeweiligen Departementes. Zu den Aufgaben zählen die Begutachtung von Unfällen und aussergewöhnlichen Todesfällen. Ausserdem stellen Amtsärzte Leichenpässe aus und nehmen behördlich angeordnete Blutentnahmen vor - beispielsweise nach Trunkenheitsfahrten.

Andere Tätigkeitsfelder

Medizinerinnen und Mediziner haben auf dem Arbeitsmarkt hervorragende Chancen - auch abseits der eigentlichen Tätigkeiten als Arzt / Ärztin.

Klinikmanagement

Statt sich primär um die Patienten zu kümmern, können Ärztinnen und Ärzten sich auch den betriebswirtschaftlichen und personellen Aspekten von Spitälern widmen. Oft wird das Klinikmanagement von Medizinern übernommen, die eine zusätzliche Ausbildung (z. B. ein betriebswirtschaftliches Studium) vorweisen können.

Ärztlicher Leiter

Tatsächlich gibt es über dem Chefarzt in der Klinik noch eine weitere Position: den ärztlichen Leiter. Ein solcher hat in der Regel keinen direkten Patientenkontakt, sondern ist für die Vertretung der gesamten Ärzteschaft in der Geschäftsführung des Spitals zuständig. Genau wie beim Chefarzt-Posten sollte neben der medizinischen Erfahrung eine Zusatzausbildung im betriebswirtschaftlichen Bereich bestehen.

Medizincontroller

Medizincontroller sind unter anderem für die finanzielle Planung und Überwachung einer Abteilung oder der gesamten medizinischen Einrichtung zuständig. Bedeutet: Sie analysieren Kostenstrukturen, Budgets und finanzielle Leistungskennzahlen, um effiziente Ressourcennutzung sicherzustellen und Kosten zu senken, ohne die Qualität der Patientenversorgung zu beeinträchtigen.

Fachjournalist

Ein Fachjournalist für medizinische Themen recherchiert und verfasst Artikel über medizinische Aspekte für verschiedene Medienkanäle wie Zeitungen, Fachmagazine, Online-Plattformen oder anderweitige Fachpublikationen. Er übersetzt komplexe medizinische Informationen in verständliche und ansprechende Inhalte für ein breites Publikum und halten sich dabei an ethische Richtlinien und wissenschaftliche Genauigkeit. Arbeiten können Fachjournalisten auf eigene Rechnung, als Angestellte bei Verlagen oder beispielsweise für die Pharmaindustrie.

Medical Advisor

Unternehmen der pharmazeutischen, biotechnologischen oder medizinischen Gerätebranche beraten: Das ist, einfach und verkürzt ausgedrückt, die Aufgabe eines Medical Advisors. Eine alternative Berufsbezeichnung ist “Medical Manager”. 

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